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WAR GAMES Titelbild WAR GAMES (Deutsche Ausgabe) DE

Veröffentlicht am 24. August 2015:

Hier kannst Du in Ruhe reinhören, die Anmerkungen lesen und die MP3s (320 kBit/s) herunterladen.

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Vollansicht: Bild zum Album WAR GAMES

Wie versprochen gibt's ein Dankeschön für Dein Interesse an unserer Musik und unseren Texten; Das komplette Bild zum kommenden Album WAR GAMES:

Zur Vollansicht draufklicken:
Das komplette Gemälde

Das Original ist auf einer 80cm x 70cm Leinwand in Acrylfarben gemalt. Es wurde abfotografiert von S. Bethke von Foto Bethke in Kassel (http://www.foto-bethke.de/).

Die obige Version wurde von uns für die Anzeige auch auf möglichst vielen Geräten optimiert.

Das Originalfoto gibt's als Bonus-Beigabe zu den Alben - in voller Druckqualität - 80 x 70 cm !

Das vermittelt 'nen verdammt guten Eindruck davon, wie ich selbst das Bild beim Malen gesehen habe. Wir hoffen, es gefällt Euch. Viel Spaß beim Angucken und Rein-zoOMEN! :D

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Vorlesen des Bildes:

Im Hintergrund oben blauer Himmel. Links steigen Raketen in den Himmel. Ihre Kondensstreifen formen den Schriftzug "WAR". Rechts daneben ist in verzertter grüner Schrift eingeblendet "GAMES". Zusammen ergibt dies den Titel "WAR GAMES". Am Boden sind zumeist Ruinen. Rechts ist ein großes Gebäude auszumachen; das Dach eine riesige Kuppel in Form einer Halbkugel. Rechts daneben sind Hügel und lange Bäume angedeutet. Zypressen? Oder Säuleneichen?

Weiter vorn im Mittelgrund: Links verläuft eine Straße von hinten nach vorne. Sie wird von einem Bahnübergang gekreuzt. Rechts daneben steht ein Güterwaggon. Rechts daneben eine Ruine mit zusammengestürtzem, abgeknicktem Gang, der zuvor in der Luft die Ruine mit einem Gebäudeteil weiter rechts verband. Am rechten Rand Häuser, eine Parkanlage, dann eine Allee, die vom großen Gebäude mit dem Kuppeldach nach vorne rechts hinter Häusern verläuft.

Im Vordergrund rechts: Eine Hausruine mit ausgebranntem Dachstuhl und zerborstenen Fenstern. Davor auf der Straße liegen Reste von Zaun und Stacheldraht. Weiter Links im Zentrum des Bildes stehen drei graue Kampfroboter. Am linken Arm prangt ein Symbol ähnlich dem Balkenkreuz; Ein dickes schwarzes Kreuz, dessen Innenkanten etwas abgesetzt vom Kreuz ebenfalls in Schwarz nachgezeichnet sind. Der rechte Roboter sichert nach hinten, dreht den Kopf aber nach vorn zum Betrachter. Der mittlere Roboter macht einen Schritt auf den Betrachter zu und zeigt auf ihn. Der linke Roboter blickt auf den Betrachter. Er hält ein Gewehr nach links vorn gerichtet; er zielt auf zwei Personen, hält sie in Schach. Es sind zwei Kinder, das vordere hält beide Hände hoch, in der rechten einen Teddybär. Dahinter kauert ein zweites, kleineres Kind. Das größere Kind vorne trägt eine hellrosa Bluse, das kleinere dahinter ein blaues Hemd. Die Kleidung der Kinder ist schmutzig und angerissen. Die Kinder stehen in den Resten einer Ruine; das Dach fehlt, Teile des Wellbleches liegen rechts und weiter vorne. Die Mauerreste halten eine Stahl-Tür, die offen steht. Balken liegen in der Ruine. Rechts davon, in den Wellblechtrümmern liegen qualmende Balken. Links unten auf dem Wellblech steht die Signatur des Malers: "MS" in Großbuchstaben "2015".

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WAR GAMES: Titelbild

(c) 2014-2015 Michael Schreiber

Drei Kampfroboter, einer zeigt auf den Betrachter. Im Vordergrund steht: WAR GAMES

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War Games: Reinhören (MP3)

Text: Michael Schreiber
Musik: Michael Schreiber und Daniel Albrecht (Drums)

Aufpassen: Zwischendrin (ab 0:57) wird vorgespult - lieber nit zu laut hören!

Du kannst Dir das Preview HIER herunterladen. Beim Firefox-Browser: Den Link mit der rechten Maustaste anklicken und "Ziel speichern unter..." wählen. Wenn das bei Deinem Browser nicht geht, versuch's mit der linken Maustaste. Wenn das auch nit klappt, dann schreib uns - wir schicken Dir das MP3 auch gern per e-Mail.

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War Games: Reinhören (MP4)

Text: Michael Schreiber
Musik: Michael Schreiber und Daniel Albrecht (Drums)

Aufpassen: Zwischendrin (ab 0:57) wird vorgespult - lieber nit zu laut hören!

Du kannst Dir das Preview HIER herunterladen. Beim Firefox-Browser: Den Link mit der rechten Maustaste anklicken und "Ziel speichern unter..." wählen. Wenn das bei Deinem Browser nicht geht, versuch's mit der linken Maustaste. Wenn das auch nit klappt, dann schreib uns - wir schicken Dir das MP4 auch gern per e-Mail.

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War Games: Bass + TAB

Den TAB gibt's >> HIER << zum Angucken und Runterladen :D

Passend dazu der Basslauf - zusammen mit'm Schlagzeug, enthält alle Teile des ganzen Lieds. Du kannst das spielen? Dann kannst Du auch das ganze Lied spielen!

Du kannst das MP3 HIER runterladen.

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War Games: Liedtext

Text: Michael Schreiber
Lektorat: Daniel Albrecht

Wir stehn nicht gegenüber - Mann gegen Mann
sondern kämpfen am Computer - gebannt so gebannt
starr ich auf den Schirm - ja, so kämpfen wir
mit ner Kippe im Mund - und nem Joystick in der Hand -

Wir spielen War Games,
wir spielen doch nur Krieg.
Wir kämpfen online,
hart und verbissen, für den Sieg - für den Sieg!

...keine Gnade - kennen wir!
Nur noch diesen einen Kampf...
Schnell den Gegner bombardieren!
Ich will...nicht verliern!


Wir sind keine Brüder - im Kampf unbekannt.
Und Du Du Durchschnittsbürger - gespannt so gespannt
liest Du in der Morgenzeitung - Ach, da kämpfen wir;
für Deine Kippe im Mund - und Dein Feierabendbier -

Wir spielen War Games,
wir spielen doch nur Krieg.
Wir kämpfen online,
hart und verbissen, für den Sieg - für den Sieg!

...keine schmutz'gen Hände - Ha!
gibt's in diesem Online-Kampf...
Wir hör'n nicht das Gewimmer,
von den Zivilisten, die uns im Wege steh'n!


Wir bomben in der Ferne - unterm Tarnkappengewand,
uns're Cyberviren kommen - durch jede Feuerwand.
Wir kämpfen nicht um Ehre - und nicht fürs Geld - nur
für die Wachstumsnahrungskette - die uns so gefällt!

Wir spielen War Games,
wir spielen doch nur Krieg.
Wir kämpfen online,
hart und verbissen, für den Sieg - für den Sieg!
 - Und Dein Bedürfnis nach mehr und immer mehr und allem; möglichst billig!

Faire Preise - blinde Wut!
Massenware - Kinderarmut!
Biosprit und Hungersnot;
Unser Wohlstandsland trinkt fremdes Blut!


Wir töten online - ja, wir kämpfen übers Netz,
das ist vielleicht gemein -  doch gegen kein Gesetz;
also Du Du Durchschnittsbürger - tu nicht so verletzt;
oder willst Du, dass es statt einer - Maschine Dich zerfetzt?

Wir spielen War Games,
so führ'n wir heute Krieg!
Wer ist nicht froh darum,
dass andere sterben - und es keiner sieht?

Komm spiel mit uns War Games,
logg Dich ein,
machs Dir bequem - oh, hast Du n neues Smartphone?
Krasse Scheiße, so billig?
Oh, hier musste aufpassen, drück auf Fire!
Ja gut so, der macht jetzt nix mehr, hahaha.

(c) 2014-2015 Michael Schreiber
        
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War Games: Liedtext (Englisch)

Text: Michael Schreiber
Lektorat: Daniel Albrecht

We're not facing each other - man against man,
we are fighting through computers - dazed, so dazed
I'm staring on the screen - yeah, that's how we fight;
with a cig between the lips, and a joystick in the hand -

We're playing War Games,
we're but playin' fuckin' war!
We're fighting online,
tough and determined, to win the day - WIN THE DAY!

...show no mercy is our rule!
Just this one final fight...
Fast - blitz and bomb the enemy!
I don't ever - wanna lose!


We ain't no brothers, unknown in the war.
And you Joe Bloggs - mazed so mazed,
you read in the news - Hell, we're fighting there?
for the cig between your lips - and the beers on your hips.

We're playing War Games,
we're but playin' fuckin' war!
We're fighting online,
tough and determined, to win the day - WIN THE DAY!

...no more blood-stained dirty hands!
are caused online in foreign lands...
We do not hear the despaired cries,
of civilian people, who stand in our ways!


We're killing online - yes, we're fighting through the net,
well, sure it may be mean -  but not against the act;
so, please Joe Bloggs - let your moral not betray;
or should instead of a machine - yourself be blown away ?

We're playing War Games,
we're but playin' fuckin' war!
We're fighting online,
tough and determined, to win the day - WIN THE DAY!
 - And your desire for everything and much more and so FUCKIN' CHEAP!

Fair prices - blind fury!
bulk discount and - poor children!
Bio fuels and starvation;
Our welfare nation sucks foreign blood!


We're bombing far away - under magic-caps,
our viruses pervade - through every firewall.
We're fighting not for honor - nor for some dough - but
for the growth food chain - we so much adore!

We're playing War Games,
that's how we fight a war!
Who would not be glad,
that others die - and nobody cares!

Come play with us War Games,
log in, take a seat,
feel comfy - shoot, you got a new smartphone?
Neat! And so cheap, really?
Oh, gotta pay attention here, press FIRE!
Yeah, asta la vista, hahaha.
        
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War Games: Übersetzung (Arabisch)

Text: Michael Schreiber
Lektorat: Daniel Albrecht Übersetzung: Samer Telawi

نحن لا نواجه بعضنا البعض – رجلاَ لرجل
نحارب من خلال أجھزة الكومبيوتر – ذھول بذھول
أحدَق في الشَاشة – نعم، ھكذا نحارب
مع سيكارة في الفم – و قبضة التحكم في اليد

نحن نلعب ألعاب الحرب،
ولكن نحن نلعب الحرب فقط!
و نحن نحارب أونلاين،
بجد وبإصرار، من أجل النصر – النصر!

... عدم الرحمة ھي مبدؤنا!
فقط ھذا القتال الأخير...
داھم و اقصف العدوَ!
لا أريد أن أخسر أبداَ!


نحن لسنا إخوة، غير معروفون في الحرب.
و أنت أنت أيھا المواطن العادي – متحمَس متحمَس جدَاً،
و تقرأ في جريدة الصباح – أه، نحن نقاتل ھناك؟
من أجل السيكارة في فمك – و البيرة التي في حضنك.

نحن نلعب ألعاب الحرب،
ولكن نحن نلعب الحرب فقط!
و نحن نحارب أونلاين،
بجد وبإصرار، من أجل النصر – النصر!

لا مزيد من الأيدي الملطخة بالدماء!
ھناك في ھذه المعركة على الانترنت...
نحن لا نسمع الأنين،
من المدنيين الذين يقفون في طريقنا!


نقاتل أونلاين – نعم، نحن نقاتل من خلال الشبكة،
فيروساتنا الالكترونية – قادمة لتخرق كل جدار ناري.
نحن نقاتل لأجل الشرف - و ليس لأجل المال – و فقط
لتناول الطعام الذي نحب!

نحن نلعب ألعاب الحرب،
ولكن نحن نلعب الحرب فقط!
و نحن نحارب أونلاين،
بجد وبإصرار، من أجل النصر – النصر!
و الحاجة للحصول على المزيد و دائماَ المزيد و كل شيء بأبخس ثمن!

سعر عادل – غضب أعمى!
إنتاج ضخم – أطفال فقيرة!
الوقود الحيوي و المجاعة،
بلادنا المزدھرة تشرب الدم الأجنبي!


نقتل أونلاين – نعم، نحن نقاتل عبر الشبكة،
ربما يكون مشاعاَ – حيث لا يوجد قانون،
حتى أنت أنت الشخص العادي – لاتدعي الإصابة،
أو تريد، أن تصبح أشلاء بدلاَ من الجھاز؟

نحن نلعب ألعاب الحرب،
ولكن نحن نلعب الحرب فقط!
ومن ھو غير راضي عم ذلك،
أنّ الآخرين يموتون ولا أحد يراھا؟

تعال و العب معنا ألعاب الحرب،
سجل نفسك،
اعتبر نفسك في منزلك – أه ھل تملك ھاتف ذكي جديد؟
القرف الصارخ رخيص جدّاَ؟
أه، ھنا يجب أن تھتم للضغط على النار!
نعم، جيد، الآن لا يفعل شيء أكثر، ھاھاھا.
        
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War Games: Anmerkungen

Schon 1997 hatten wir die Diskussion, ob die Bundeswehr Kampfdrohnen einsetzen sollte. Was ist, wenn eine solche Drohne, ferngesteuert mit einem Joystick, dazu eingesetzt wird, Menschen zu töten? Wer trägt dafür die Verantwortung - Mensch oder Maschine?

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Wer fühlt sich verantwortlich?

Die Ethik-Frage: Sinkt durch die Fernsteuerung eines Kampfmittels die Hemmschwelle zum Töten? Ähnlich wie bei einem Flugzeug? Hat ein Bomberpilot weniger Skrupel als ein Heeressoldat?

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Lieber einen Mitmenschen abschießen lassen - als eine Drohne?

Klar wäre es schön, wenn es Krieg erst gar nicht gäbe. Da wir noch nicht soweit sind, wäre es nicht toll, wenn statt Menschen, Maschinen sich gegenseitig zerfetzen? Auf Japanisch heißt Kampfdrohne 無人戦闘機, wörtlich übersetzt: Ohne-Mensch-Krieg-Maschine. Lädt das nicht dazu ein, auch andere Einsatzzwecke für Kampfdrohnen, als das gezielte Töten von Menschen zu unterstellen? Können Kampfdrohnen nicht auch ein Zwischenschritt sein; auf dem Weg, das Schlachtfeld auf das Schachbrett zu verlagern - Krieg nicht auszutragen, sondern nur zu spielen? Roboter in einer Kampfarena antreten zu lassen? RoboCup@WAR, wie wäre das? Zumindest solange, bis wir des Spielens müde sind, und schließlich wirklich in der Lage sind, keine Kriege mehr zu führen?

Mehr Infos gibt's in unserer PACKUNGSBEILAGE.

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War Games: Faire Preise - blinde Wut?

In War Games geht es zentral um zwei Fragestellungen. Wohin führt der Einsatz von Kampfdrohnen, Tarnkappenbombern und Cyber-Kriegen? Darum ging es in den vorherigen Abschnitten. Hier geht es um die Frage, ob nicht auch WIR als "Normalbürger" mit Schuld an der Misere sind, die andere durchleiden. Spielen wir nicht "doch nur Krieg" - ohne es zu merken? Ohne es merken zu wollen?

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Flüchtlinge aufnehmen - oder ersaufen lassen?

Was sind eigentlich Flüchtlinge? Ich denke da erstmal an Menschen, die in ihrer Heimat nicht frei leben können; politisch verfolgt werden - oder einfach nix zu essen haben, nicht menschenwürdig in ihrem Zuhause leben können - und daher in ein anderes Land fliehen. Ich stelle mir vor, als Flüchtling erhofft man sich, im Zielland wenigstens menschenwürdig zu leben.

Die 100-Euro-Frage: Sollte ein Land, das sich den Menschenrechten verpflichtet fühlt, Flüchtlinge aufnehmen? Ihnen Asyl gewähren? Oder im Mittelmeer ersaufen lassen?

Die 1000-Euro-Frage: Wenn es den aktuellen Flüchtlingen hilft, Asyl bei uns zu erlangen - hilft das auch zukünftigen Flüchtlingen? Oder würde es mehr helfen, wenn Menschen in Zukunft erst gar keinen Grund hätten, von zuhause weg zu müssen. Wären wir dann nicht fast schon soweit, dass Grenzen überflüssig werden? Dass Menschen wenn überhaupt dann aus freien Stücken in ein anderes Land ziehen wollen, weil dort ihre Geliebte / ihr Geliebter wohnt, weil man bei dem dortigen Klima besser mit seiner Parkinson-Erkrankung leben kann, weil man sich in der dortigen Kultur wohler fühlt oder aus anderen Motiven - nicht aus einer menschenverachtenden Notsituation heraus, die durch andere Menschen verursacht wurde - und eigentlich vermeidbar wäre, wie Krieg und Ausbeutung?

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Warum nicht die Ursache angehen - UNS ändern?

Als Laie wurde mir vermittelt, dass wir selbst dran Schuld sind! Dass zum Beispiel in Afrika der Lebensmittelmarkt nicht funktioniert, dank EU-Agrar-Subventionen, durch die Lebensmittel aus Deutschland und der EU konkurrenzlos billig angeboten werden können - dass die Bauern in Afrika ihre Erträge nur billigst oder gar nicht mehr verkaufen können, dank "Geiz ist geil".

Nun weiß ich nicht, ob das stimmt - aber es klingt mir erschreckend plausibel. Denn warum kaufen sogar wohlhabende Deutsche Billig-Produkte, am besten 1-Euro-T-Shirts aus Bangladesh!? Sicher nicht aus Bosheit - hoffe ich. Sondern vermutlich eher, weil die Nachkriegsgeneration Nahrungsmittel-Knappheit am eigenen Leib erfahren hat, hier in Deutschland. Vor dem Hintergrund verstehe ich, warum möglichst viel und möglichst billig einzukaufen zur Überlebensstrategie gehörte. Wer wollte nicht eine bessere Zukunft für seine Kinder? Wer wollte ihnen nicht täglich genug zu essen geben?

Zum Problem ist es aber dennoch geworden, denn billig einzukaufen wurde irgendwie zum Bestandteil unserer Kultur. Ist das ein Problem? Die Frage mal anders: Wenn ich gern am Monatsende einen fairen Lohn erhalten will - sollte ich nicht ebenso gern bereit sein, faire Löhne zu zahlen? Dass wir in Teilen nicht einmal bereit sind unseren Nächsten einen fairen Lohn zu gönnen, zeigt mir die Debatte zum Thema "Mindestlohn vernichtet Arbeitsplätze!" Wenn Arbeitsplätze wichtiger sind als Menschen, dann verstehe ich solche Argumente. Aber wollen wir wirklich so eine Gesellschaft? Wollen wir so leben?

Wenn wir selbst nicht so leben wollen - warum zwingen wir dann andere dazu? Warum nötigen wir Hartz-IV-Empfänger und -Aufstocker, billig einkaufen zu müssen. Dürfen die keine fairen Preise für gute Lebensmittel zahlen?

Warum überhaupt Drittländer ausbeuten?

Warum warten, bis ein Skandal wie in Bangladesh geschieht, und endlich die Medien den Kern des Problems in Erinnerung rufen? Und das in einer angeblichen Bildungsgesellschaft - müssten wir uns nicht allein aufgrund unserer Geschichte dafür schämen? Nicht nur das Dritte Reich - gehören nicht auch die humanistisch motivierten Rebellionen und die Deutsche Revolution zu unserer Geschichte? Unserer Kultur? Treten wir die nun mit Füßen? Einigkeit und Recht und Freiheit - aber nur für Deutsche, und nichtmal alle Deutsche? Tun wir nur humanistisch - handeln aber nach dem Motto: "Mein Begehren, mein Begehren über alles - über alles in der Welt?"

Klar, kann man nicht erwarten, dass die Medien jeden Tag berichten, dass wegen unserer Lebensweise Millionen von Kinder unsere Sportkleidung für 'nen Hungerlohn nähen; Menschen verhungern; Kriege geführt werden, die die "Wohlstandsländer" aus strategischen Gründen vielleicht sogar noch selbst angezettelt haben. Tägliche Schreckensmeldungen sind weder eine Lösung - noch sollten sie überhaupt nötig sein; nämlich dann, wenn wir einfach mal mehr mit Herz und ruhigem Gewissen konsumieren. Es ist nicht nur die Zukunft der Flüchtlinge - es geht auch um unsere eigene, zumindest meiner Meinung nach.

Die ersten Schritte haben viele von uns schon gemacht, indem sie fair gehandelte Produkte kaufen; bei BIO auf das passende Zertifikat achten, das auch kontrolliert wird; oder einfach indem sie sich bewusst machen, welche Konsequenzen ihr eigenes Handeln haben mag. Das zeigt, wir können es, wenn wir wollen. Wär's nicht klasse, gemeinsam diesen Teufelskreis durchbrechen, unserem inneren Schweinehund den Stinkefinger zeigen und über unseren eigenen Schatten springen - jeden Tag ein bisschen mehr? Nur Mut - wir packen das!

Mehr Infos gibt's in unserer PACKUNGSBEILAGE.

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Kriegspalast: Reinhören (MP3)

Text: Michael Schreiber
Musik: Michael Schreiber und Daniel Albrecht (Drums)

Aufpassen: Zwischendrin (ab 0:34) wird vorgespult - lieber nit zu laut hören!

Du kannst Dir das Preview HIER herunterladen. Beim Firefox-Browser: Den Link mit der rechten Maustaste anklicken und "Ziel speichern unter..." wählen. Wenn das bei Deinem Browser nicht geht, versuch's mit der linken Maustaste. Wenn das auch nit klappt, dann schreib uns - wir schicken Dir das MP3 auch gern per e-Mail.

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Kriegspalast: Reinhören (MP4)

Text: Michael Schreiber
Musik: Michael Schreiber und Daniel Albrecht (Drums)

Aufpassen: Zwischendrin (ab 0:34) wird vorgespult - lieber nit zu laut hören!

Du kannst Dir das Preview HIER herunterladen. Beim Firefox-Browser: Den Link mit der rechten Maustaste anklicken und "Ziel speichern unter..." wählen. Wenn das bei Deinem Browser nicht geht, versuch's mit der linken Maustaste. Wenn das auch nit klappt, dann schreib uns - wir schicken Dir das MP4 auch gern per e-Mail.

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Kriegspalast: Liedtext

Text: Michael Schreiber
Lektorat: Claudia und Peter Schreiber

Ausgegrenzt und ohne Perspektive, dem
Abgrund nah - starrst Du nicht in die Tiefe, sondern
hoch hinaus...

Komm...
In unser'n Kriegspalast!
Mitten unter Freunden - hier hast
Du nen Platz.

In unser'm Kriegspalast gibt's
keine Ausgrenzung, hier hast
DU nen Platz!

Verdienen tust Du Dir bei
uns keine Orden, doch
all unsere Krieger sind zu Märtyrern geworden, nur bei
uns, BEI UNS - fühlst Du Dich geborgen und
respektiert - für
uns würdest Du morden...

Hier...
In unser'm Kriegspalast!
Mitten unter Freunden - hier hast
Du nen Platz.

In unser'm Kriegspalast gibt's
keine Ausgrenzung, hier hast
DU nen Platz!

Bevor wir Dich gen Himmel heben,
gib uns zuvor noch Dein beschiss'nes Leben!

Die letzte Wut beginnt nun zu verwittern, doch die
Zeit ist da - lass uns beginnen! Deine
Hände hör'n nicht auf, voll Schweiß zu zittern, Deine
Seele schreit verzweifelt, doch es
gibt jetzt kein Entrinnen!
 
Du bleibst schön hier...
In unser'm Kriegspalast! - Die
Tore sind jetzt zu - hier kommt
keiner raus! Du bleibst
bis zuletzt - ein
Attentäter-Werkzeug, dass sich
selbst zerfetzt!


Nicht einmal Dein
letzter Wille ist Dein
eigener, denn statt als Märtyrer wirst Du in
fremden Augen Dich
einsam und verzweifelt sterben seh'n.

(c) 2014-2015 Michael Schreiber
        
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Kriegspalast: Liedtext (Englisch)

Text: Michael Schreiber
Lektorat: Claudia und Peter Schreiber

Excluded and without perspective,
near to the gaping abyss - you don't stare into the deep,
you dare the heaven...

Come...
In our War Palace!
Here, amongst friends,
you do have a place.

In our War Palace -
there is no more exclusion,
yeah, here IS your place!

With us, you don't earn any medals, but
all of our warriors turned into martyrs,
just with us, WITH US - you feel snug and safe,
and respected - for us you'd commit murder...

Here...
In our War Palace!
Here, amongst friends,
you do have a place.

In our War Palace,
there is no more exclusion,
yeah, here IS your place!

Before we take your soul to heaven,
give us nothing more than you're God-awful life!

The last rage begins to wither, but the time is near -
let us commence it!
Your hands full with sweat, would not stop to shiver,
your soul screams despairing*, but it's way too late
to run away from death!

You stay here...
In our War Palace!
All doors are now closed - there is no escape!
You'll stay until the end: an assassin-tool, now
turn to shreds!

Not even your very last will is your own one; 'cause
not as martyr you'll see yourself in foreign eyes,
dying lonely... in desparity... ! **

*) of course, we sing "your soul's scream's despairing."
   We didn't mistake an adjective for an adverb - we'd
   never ever do such a thing! :-D

**) Dictionaries should list this word; it's useful,
    sad but true.

(c) 2014-2015 Michael Schreiber
        
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Kriegspalast: Übersetzung (Arabisch)

Text: Michael Schreiber
Lektorat: Claudia und Peter Schreiber Übersetzung: Samer Telawi

مُ ستبعدٌ  و بدون أ يَّة وجهة نظر،
على حا فّةِ الهاوية  لا تحدّ ق في الأعماق
و إ نّما ارفع نظركَ إلى السماء....

ه يَّا...
في قصرنا .. قصرُ الحرب!
تتوسَّ طُ أصدقاءكَ – حيثُ هو مكانكَ
في قصرنا قصرُ الحرب
لايوجد استثناء، فمكانكَ ه هنا.
(تعالَ إلينا...)
لا مداليات لماتفعلَهُ معنا، و إ نّما
كلُّ مقاتلينا قد أصبح وا شهداء،
معنا و معنا فقط، تشعرُ بالأ مانِ و الاحترام،
ومن أجلنا، قدْ تُق تَل.

هنا....
في قصرنا .. قصر الحرب!
تتو سطُ أصدقاءَ كَ – حيثُ هو مكانك
في قصرنا قصر الحرب
لايوجد استثناء، فمكانك ه هنا.
قبلَ أنْ نرفعكَ عالي ا إلى السَّ ماءِ ، تخلّى لنا عن حيا تكَ المر وعة!
غضبُ الماضي بد ا بالذبول، و لكنَّ الوقت قريب

دعونا نبدأ ...
يداكَ المتع رقتان، لن تتوقفا عن الارتعاشِ
و روحكُ تصرخُ يائسةً ، ولكنْ لا مفرَّ منَ الموت.
ابقى ههنا
في قصرِ نا .. قصرُ الحرب !
فالأبواب مقفلة ولا يوجد أيّ مفر! ابقى حتّى النهاية – فأداةُ
القتلِ قد م زقت نفسَ ها إلى أشلاء!

حتّى أ نّكَ لا تملكُ رغبتكَ الأخيرة
فبدلاً منْ أنْ تكونَ شهيد ا في عيونِ الآخرين ستموتُ وحيداً
يائس ا.
        
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Kriegspalast: Anmerkungen

Kriegspalast = Aufforderung zum Mord?

NEIN!

Dieses Lied ist in der Ich-Perspektive geschrieben; aus der Sicht von Rattenfängern, wie ich sie mir vorstelle. Es soll abschreckend wirken, soll zum Nachdenken anregen:

- Wieso werden Mitmenschen zu Attentätern?
- Wie erkenne ich Extremisten und ihre Rekrutierungs-Methoden?
- Warum haben Rattenfänger überhaupt Erfolg mit ihren Methoden?
- Wie kann ich mich und meine Nächsten davor schützen, ihnen selbst auf dem Leim zu gehen, auf ihre Masche reinzufallen?
- Inwieweit tragen wir selbst Mitschuld, wenn wir andere ausgrenzen, statt ihnen die Hand zu reichen?

Mehr Infos gibt's in unserer PACKUNGSBEILAGE.

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JAWOLL FRAU KAPITÄN!: Liedtext

Text: Michael Schreiber
Lektorat: Karolin Löser, Daniel Albrecht

JAWOLL FRAU KAPITÄN!
WIR WERDEN GEH'N!
JAWOLL FRAU KAPITÄN!

Von Nix kommt Nix, ja
ohne Konsum gibt es kein Wachstum;

Am besten ist'n Exportweltmeister dran,
weil er andere leicht ausbeuten kann...

Die Handelswege gilt es zu sichern,
natürlich auch mit militärischen Mitteln.

---
ZITAT www.einsatz.bundeswehr.de => Horn von Afrika (Atalanta),
  Autor unbekannt, Stand vom: 24.04.15 - sinngemäß:
  
 Im Lied:      Dieser Marineverband wird [...]
(Im Original: "Dieser Marineverband wird primär zum Schutz humanitärer Hilfeleistungen [...]")

 Lied:   [...]               auch zur Bekämpfung der Piraterie vor Somalia eingesetzt.
(Orig.: "[...] und darüber hinaus zur Bekämpfung der Piraterie vor Somalia eingesetzt.")
---

JAWOLL FRAU KAPITÄN!
Das ist doch gern gescheh'n,
WIR WERDEN GEH'N!
Für den Handel zu kämpfen, ist doch angenehm -
JAWOLL FRAU KAPITÄN!


Die Einfaltigkeit gilt es auszunutzen
und allen Gegenstimmen fest zu trutzen.

Und wenn so ein kluger Präsident
seinen Mund aufmacht, das Kind beim Namen nennt - und auch noch dazu steht,
dann kommt die Presse und poliert vor dem Volk
ihm literarisch gehörig die Fresse... (* siehe Fußnote am Textende)

(Hust...)
  
JAWOLL FRAU KAPITÄN!
Das ist doch gern gescheh'n,
WIR WERDEN GEH'N!
Für den Handel zu kämpfen ist doch angenehm -
JAWOLL FRAU KAPITÄN!


Frau Kapitän war selbst nie im Krieg,
doch sonst ist sie ja an sich ganz lieb;

Wer ist nicht froh, dass wir sie haben?
Mit ihr wachsen unserer Soldaten Aufgaben;

Die sind sicher froh, denn eine wie sie,
die gab's noch nie - oder doch?

Hm... Unter Schröder und Scharping war doch auch schon alles schön...?
- Ach komm, hör auf, wir sprechen hier von:

FRAU KAPITÄN!
Das ist doch gern gescheh'n,
WIR WERDEN GEH'N!
Soldaten, die für uns ihre Hände beschmutzen...

Das ist doch gern gescheh'n,
WIR WERDEN GEH'N!
Wir sind bereit für eine neue Zeit!
WIR WERDEN GEH'N!
Wir alle sind - ja, wir alle sind:
FRAU KAPITÄN!
Weil wir alle - Ja,

WEIL WIR ALLE DEUTSCHLAND SIND!

- Ende - :D

* Anmerkung zu "literarisch":
a) (...)
b) (bildungssprachlich) mit allzu viel Bildungsgut befrachtet;
   vordergründig symbolisierend
Quelle: http://www.duden.de/rechtschreibung/literarisch

(c) 2015 Michael Schreiber
        
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JAWOLL FRAU KAPITÄN!: Liedtext (Englisch)

Text: Michael Schreiber
Lektorat: Karolin Löser, Daniel Albrecht

JAWOLL FRAU KAPITAEN!  (Yes Ma'am!)
WIR WERDEN GEH'N!      (We're gonna go!)
JAWOLL FRAU KAPITAEN!  (Yes Ma'am!)

From nothing comes nothing,
yeah without consumption, there's no expansion,

The best of it has an export champion,
'cause it can exploit other nations,
the commercial routes have to be secured;
of course, the military would be used.

---
QUOTE www.einsatz.bundeswehr.de => Horn von Afrika (Atalanta),
  Author unknown, from: 24.04.15 - analogous:
  
 In the Song:  This navy corps [...]
(In Original: "This navy corps is primarily protecting humanitary services [...]")

 Song:   [...]          is also being used to fight the piracy at the coast of Somalia.
(Orig.: "[...] and is furtherly being used to fight the piracy at the coast of Somalia.")
---

JAWOLL FRAU KAPITAEN!  (Yes Ma'am!)
It is a pleasure for us!
WIR WERDEN GEH'N!      (We're gonna go!)
Fighting for the trade routes is a pleasure for us.
JAWOLL FRAU KAPITAEN!  (Yes Ma'am!)


The fatuity is of great use,
to trick 'em all who would oppose,
and if some clever president,
opens his mouth, calls a spade a spade - and stands to it -
then comes the press, and shuts his trap, properly - for the world to see.

COUGH...

JAWOLL FRAU KAPITAEN!  (Yes Ma'am!)
It is a pleasure for us!
WIR WERDEN GEH'N!      (We're gonna go!)
Fighting for the trade routes is a pleasure for us.
JAWOLL FRAU KAPITAEN!  (Yes Ma'am!)


Frau Kapitän's never been to war,
but herself she's a very cute... lady.
Who is not glad, that we have her,
with her, our soldiers do not get bored,
sure, they are happy, 'cause one like her,
we've had never before...

we didn't, did we?
Hm... under Schröder and Sharping we also had fun.
Would you shut up - we're talking about:

FRAU KAPITAEN!
It is a pleasure for us!
WIR WERDEN GEH'N!
Soldiers who dirty their hands for us...

It is a pleasure for us!
WIR WERDEN GEH'N!  (We're gonna go!)
We are ready for a new epoch...
WE'RE GONNA GO!
We all are, yes WE ALL ARE:
FRAU KAPITAEN!

'Cause we all, yeah 'CAUSE WE ALL ARE THE EU!
        
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JAWOLL FRAU KAPITÄN!: Anmerkungen

Soldaten sind Mörder?

Eine Anmerkung aus meiner eigenen Sicht - von Michael:

Als Soldat nahm ich freiwillig an der humanitären Hilfsaktion im Kosovo, der 2./KFOR-Mission teil. Zu der Zeit war ich noch voll und ganz von der Aufrichtigkeit und dem Verantwortungsbewusstsein unserer Politiker überzeugt; dass sie uns Soldaten nicht verheizen. Der vorangegangene Luftschlag gegen Serbien im Jugoslawischen Bürgerkrieg, im Rahmen der Kosovo-Verification-Mission, KVM, gab mir zwar zu denken; nicht weil ich ihn an sich als falsch ansah - Nein! Denn schon als Kind fuhren meine Eltern und ich sehr gerne nach Jugoslawien in den Urlaub. Auch hatte ich schon seit der Grundschule jugoslawische Freunde. Die Meldungen in der Presse schockierten mich: Massenmorde am eigenen Volk! Abschlachtung unserer Freunde auf dem Balkan durch das diktatorische Regime um den Serbenführer Slobodan Milošević! Wie konnte ich gegen einen Kampfeinsatz sein? Wie konnte ich dagegen sein, dass deutsche Soldaten unseren europäischen Brüdern und Schwestern helfen - sich von einem Diktator zu befreien, waren (und sind!) wir Deutschen nicht auch dafür den Alliierten dankbar? Was mich aber störte: Ich hatte gelernt, dass die Verfassung Kampfeinsätze deutscher Soldaten nur für den Verteidigungsfall (V-Fall) erlaubt.

War der KVM-Luftschlag mit deutscher Unterstützung also erlaubt?
Wohl schon, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Kosovokrieg#Rechtliche_Beurteilung_in_Deutschland
Eine Primärquelle habe ich leider nicht parat - Interessierte wenden sich am besten direkt an den amtierenden Generalbundesanwalt.

TODO für Frau Kapitän: Beim Generalbundesanwalt nachfragen, ob der Wikipedia-Abschnitt den Sachverhalt korrekt darstellt.

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Dürfen Politiker in Deutschland keine Fehler machen?

Erlauben wir Ihnen nicht, Fehler zuzugeben - daraus zu lernen und sich weiterzuentwickeln? Sehen wir unsere Politiker als Übermenschen - wir, die wir zum Großteil nichtmal wählen gehen? Doch dazu später mehr...

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Dürfen wir für den Handel kämpfen?

Die Deutsche Marine bekam den Auftrag, deutsche Handelsschiffe in der Gegend um das Horn von Afrika vor Piratenangriffen zu schützen. Moralisch mag es zunächst vertretbar klingen - doch wieso dürfen die Somali nicht vor ihrer eigenen Küste Piraten sein?

Wie fänden wir's, wenn Somali eines Tages unsere Schiffe in Nord- und Ostsee versenken - um ihre Handelrouten vor deutschen "Piraten" zu schützen, die gemeinerweise somalische Schiffe vor deutscher Haustür angreifen... ?

OK, wollen wir annehmen, es sei moralisch vertretbar - auch wenn mir nicht klar ist, warum die Schiffe dort überhaupt lang fahren müssen; brauchen wir das? Gibt's keine Alternativen? Sind uns Handelswege wichtiger als unsere Soldaten? Öl, Smartphones oder andere Rohstoffe und Güter nach Deutschland zu schippern - ist uns das wichtiger als die Leben und auch die reinen Gewissen(!) unserer Soldaten zu schützen? Jener Menschen, die für UNS bereit sind, ihr Leben zu geben - von denen fordern wir, dass sie es für UNSEREN Konsum aufs Spiel setzen? Wollen wir da wirklich mitmachen? Oder ist es uns egal, weil eh schon genug Blut an unserem Konsum klebt? An den Smartphones, 1-Euro-T-Shirts oder Palmöl oder Erdöl - oder was auch immer wir unscheinbar blutbefleckt nach Deutschland schippern. Denken wir: Wenn wir eh schon andere auf dem Gewissen haben, opfern wir denen wenigstens zum Ausgleich ein paar eigene Soldaten? Oder beschmutzen wenigstens deren Gewissen, damit wir selbst ruhigen Gewissens mit möglichst billigem Konsum unser eigenes Sklaventum angenehmer machen können? Bedeutet Demokratie in Deutschland, dass wir alle römische Senatoren sind - und andere in die Arena schicken? Sind unsere Handelsschiffe die deutsche Antwort auf die Spanischen Schatzflotten? Die die Schätze aus der neuen Welt "sicher" nach Hause, nach Europa, bringen sollen?

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Nehmen wir an, es gäbe keine Alternativen:

Erlaubt es das Gesetz, unsere Soldaten in den Kampf zu schicken? Ist das mit unserer Verfassung vereinbar? Ist ein Piratenangriff außerhalb der BRD ein Verteidigungsfall? So wie am Hindukusch? Gefährden oder fördern wir das friedliche Zusammenleben der Staaten? Ist Somalia überhaupt wirklich ein Staat? Fragen über Fragen... wo gibt's die Antworten? Im Bundestag? In der Presse? Klar! Antworten gibt's zu Hauf - nur leider oft widersprüchliche. Eingikeit und Recht und Freiheit - Fehlanzeige?

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Und wenn so ein kluger Präsident...

Bundespräsident Horst Köhler äußerte in einem Interview, er fände es richtig, dass unsere Soldaten deutsche Handelswege sichern - Für die Presse ein Skandal! Die Presse geilte sich an Köhlers Aussage auf - statt dem eigentlichen Skandal nachzugehen, nämlich dass wir tatsächlich Soldaten außerhalb der BRD für den Handel in den Kampf schicken. Wenn man sich über die Aussage Köhlers so empört, weil seine Meinung nicht mit unserer Verfassung vereinbar sei, müsste man nicht umso energischer der Frage nachgehen, ob Politiker unsere Verfassung missachten? Denn Köhlers Aussage war nur zum Teil eine Meinungsäußerung - sie war vor allem eine Feststellung, dass wir unsere Soldaten für den Handel in den Kampf schicken. Der spätere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg konnte die Aufregung über Köhlers Aussage nicht nachvollziehen. Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen stehen für ihn klar im Zusammenhang. [1] Reaktionen der Presse? Skandal? Aufregung? Reue? Fehlanzeige.

[1] Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sicherheitspolitik-und-wirtschaftsinteressen-guttenberg-verteidigt-koehlers-umstrittene-thesen-a-728127.html

Verständnis statt Skandal? Lerneffekt? Oder größere Nähe zur Politik als zum Volk?
Siehe: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sicherheitspolitik-und-wirtschaftsinteressen-merkel-verteidigt-guttenberg-a-728423.html

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Warum sind wir alle Frau Kapitän?

Bei der Bundestagswahl 2013 lag die Wahlbeteiligung bei knapp über zwei Dritteln der Wahlberechtigten.

Wer die Regierung gewählt hat, hat indirekt auch deren politischen Kurs gewählt. Wer die Opposition gewählt hat, seinen Stimmzettel ungültig gemacht hat, oder nicht wählen konnte, der hat das Wahlergebnis zu respektieren, so verlangt es die demokratische, rechtsstaatliche Ordnung. Soweit so gut. Aber was ist mit dem Rest?

Wer gar nicht erst zur Wahl gehen wollte, der hat direkt und unmittelbar der kommenden Regierung einen Freibrief erteilt; "macht was Ihr wollt" - und damit auch "schickt von mir aus Soldaten in den Krieg."

Zur EU-Wahl in 2004 gingen nur 43% von uns. (www.bpb.de) Ist das noch Demokratie wenn über die Hälfte gar nicht mitmacht?

Man bedenke: "Im Jahr 2008 wurde die maritime Operation Atalanta (EU Naval Forces Somalia) von der Europäischen Union ins Leben gerufen." [2] Wie kam dafür eine demokratische Mehrheit zustande? Durch mehr als 50% deutsche Nichtwähler in der EU?

Muss ich mich wundern, falls Politiker Bockmist bauen oder gar die Verfassung missachten - wenn ein so großer Teil der Deutschen sie auch noch dazu ermutigt?

Ist es nicht sinnvoller, unsere Mitbürger dazu zu ermutigen, wenigstens den Stimmzettel ungültig zu machen, statt nicht zur Wahl zu gehen - bevor wir auf Politiker schimpfen?

"50% wünschen sich einen Politikwechsel" - klingt das nicht besser als "50% sind so zufrieden, dass sie nicht einmal zur Wahl gingen... ?"

Natürlich gilt das nicht für diejenigen, die nicht zur Wahl gehen dürfen und können. Diejenigen dürfen aber auch gerne mit uns zusammen Frau Kapitän sein, wenn sie mögen! Denn:

Wir alle sind Frau Kapitän - weil wir alle Deutschland sind!

[2] Quelle: http://www.einsatz.bundeswehr.de
Menüpunkt "Horn von Afrika (Atalanta)"

Mehr Infos gibt's in unserer PACKUNGSBEILAGE.

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Vorlesen der Karikatur

Die Karikatur gibt's als Bonus-Beigabe zum Album - auch beim digitalen Download. Wo? An der Kasse.

Text:

Im Vordergrund: Ein Flipchart, darauf: Operation Atalanta beschlossen ? Ein großes Kästchen mit JA, ein kleines mit NEIN. Vor dem Flipchart steht ein Mann. Die Armbinde an seinem linken Arm trägt die Aufschrift "EU". Mit links setzt er auf dem Flipchart einen Haken im Kästchen mit der Aufschrift "JA". Über dem Mann steht in einer Sprechblase: "Damit ist das Mandat mehrheitlich demokratisch beschlossen !"

Rechts hinter dem Mann stehen zwei (andere :-D) Männer - in Streitpose gehen sie sich gegenseitig an den Kragen, halten gerade inne. Der linke - vor ihm auf dem Boden liegt ein Schild mit der Aufschrift "CONTRA" - gestikuliert protestierend und blickt entsetzt in Richtung des Mannes mit der EU-Armbinde. Der rechte - vor ihm auf dem Boden liegt ein Schild mit der Aufschrift "PRO" - er lächelt zufrieden.

Am rechten Bildrand im Vordergrund stehen zwei Personen. Sie blicken sich an. Die eine zuckt fragend mit den Schultern. Über ihr in der Sprechblase steht ein Fragezeichen. Die andere entgegnet: "Nein, ich weiß auch nicht wieso ..." Beide halten jeweils ein Schild in der Hand; die eine Person eines mit der Aufschrift "Nicht," die andere eines mit der Aufschrift "Wahlberechtigt."

Der hintere Bereich ist durch eine Art Balustrade abgetrennt. Darauf klebt ein Plakat. Es ist in der Hälfte zerrisen. Auf der verbleibenden Hälfte steht: "Heute: Deutsche nach Somalia ?" Davor liegt auf dem Boden die abgerissene zweite Hälfte. Darauf steht: "Kriegsschiffe für den Handel !" Beide Hälften sind zweizeilig geschrieben. Aneinander gefügt ergibt sich der Text: "Heute: Deutsche Kriegsschiffe nach Somalia ? Für den Handel !"

Hinter der Balustrade befinden sich zwei Zuschauerblöcke. Die Reihen sind voll besetzt mit schemenhaft gezeichneten Personen - Oberkörper ohne Details, ohne Gesichter.

Der linke Block trägt die Überschrift "Nichtwählerblock" Der rechte trägt die Überschrift "Sonstige"

Im rechten Block verkauft ein Eis-Verkäufer Eis an einen der Zuschauer im "Sonstige" -Block.

Zwischen beiden Blöcken führt ein Durchgang nach hinten zu einem Ausgang. Er ist mit "Exit" beschriftet. Zwei Personen gehen bereits durch den Ausgang und verlassen die Szene.

Am rechten unteren Bildrand ist die Signatur des Zeichners zu sehen: "MS. 2015"

Mehr Infos gibt's in unserer PACKUNGSBEILAGE.

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